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Astrologie

Inhaltsverzeichnis.

Als Wahrsagen oder Wahrsagung, abwertend Wahrsagerei, werden zahlreiche Praktiken und Methoden zusammengefasst, die dazu dienen sollen, zukünftige Ereignisse vorherzusagen und gegenwärtige oder vergangene Ereignisse, die sich der Kenntnis des Fragenden entziehen, zu ermitteln. Die Astrologie (im Jahrhundert als griechisch astrologia, Sterndeutung, gebildetet aus altgr. ἄστρον astron ‚Stern‘ und λόγος logos,Lehre‘) ist die Deutung von .

Die indische oder vedische Astrologie wird Jyotisha genannt. Sie beruht auf bestimmten Schriften aus dem Corpus der Veden 2. Sie war fester Bestandteil der höheren Gelehrsamkeit und wird auch heute noch praktiziert. Die indische Astrologie bezieht viele Fixsterne in ihre Deutungen ein und bevorzugt die realen Sternbilder.

Die wichtigsten erhaltenen Werke vedischer bzw. Als zeitgenössische Autoren wichtiger astrologischer Abhandlungen sind in Indien besonders B. Raman, Ojhas und Shyamasunadara Dasa bekannt geworden. Im Gegensatz zur heutigen westlichen Astrologie geht die indische Astrologie vom real sichtbaren Sternenhimmel aus, bei dem die jährliche Verschiebung der Polarachse berücksichtigt wird Ayanamsa.

Deshalb gibt es einen Unterschied von etwa 24 Grad zwischen der Position der Planeten in der westlichen und der indischen Astrologie. Auch kennt sie neben der Erstellung eines Geburtshoroskopes noch viele andere Techniken der Weissagung, wie Prashna, d. Weltweites Aufsehen erregte in neuerer Zeit die Existenz sogenannter Palmblattbibliotheken, von denen in Indien einige Dutzend existieren, die aber nicht alle von den führenden Astrologen anerkannt sind. Hier wurde angeblich auf Palmblättern vor einigen Jahrtausenden die gesamte Geschichte der Menschheit festgehalten.

Einige dieser angeblich antiken Dokumente wurden jedoch inzwischen als plumpe Fälschungen entlarvt. Aus präkolumbianischer Zeit liegen für Mittelamerika Hinweise auf astrologische Aktivitäten vor, vor allem für die Zivilisation der Maya. Diese galt als Unglücksbote und Kriegsbringer und wurde daher sehr aufmerksam beobachtet.

Das durch die Venus verkündete Unheil versuchte man durch Zeremonien abzuwenden. Der Tierkreis der Maya bestand aus dreizehn Zeichen. In der westlichen Astrologie werden Aussagen und Deutungen gewöhnlich aus einem Horoskop abgeleitet, das die Positionen der Himmelskörper in Bezug auf einen bestimmten Ort zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt.

Heutzutage kann das auch mit Hilfe von Computerprogrammen geschehen. Bei der Deutung des Horoskops spielen tradierte Interpretationsmuster eine Rolle, an die der Astrologe aber nicht gebunden ist. Die zwölf Abschnitte sind die Tierkreiszeichen. Die Häuser sind ebenfalls eine Teilung der Ekliptik in zwölf Abschnitte, in diesem Fall nach der Sichtbarkeit zum betreffenden Zeitpunkt an dem betreffenden Ort.

Einige geozentrische Horoskopformen im Überblick:. Davon zu unterscheiden ist die Publikationsform des sogenannten Zeitungshoroskops. Als deren Erfinder gilt der Brite R. Naylor veröffentlichte am August desselben Jahres einen Folgebeitrag mit geburtstagsabhängigen astrologischen Vorhersagen für Personen, die im September geboren waren.

Oktober folgte ein entsprechender Artikel für Personen mit Geburtstag im Oktober. Oktober wurde daraus eine wöchentliche Kolumne.

Bezüge auf das Tierkreiszeichen enthielt die Kolumne ab Später teilte Naylor seine Vorhersagen nicht mehr nach Monaten ein, sondern nach dem Datumsbereich des jeweiligen Tierkreiszeichens. Mit einem Horoskop hat es aber nichts mehr zu tun.

Die klassische Astrologie kannte sieben Planeten: Dabei differieren die Positionen der astrologisch berücksichtigten Himmelkörper und Zeichen zwischen den Systemen. Die überwiegend westlich ausgerichtete Methode benutzt den tropischen Tierkreis.

Um etwa v. Unterstützt wurde sie von der bereits seit langem in Ägypten praktizierten Unterteilung des Himmels in Dekane mit ihren Bedeutungen.

Später entwickelten sich daraus die Dekan-Deutungen innerhalb der Geburtshoroskopie. Durch Aristoteles ' — v. Lehre wurde die etablierte Vier-Elemente-Lehre in die Astrologie eingeführt. Feuchtigkeit und Wärme bzw. Die sich daraus bildende Zusammenstellung führte zu einer Ordnung, in der sich bilden: Die vier Elemente, Ausdruck einer grundlegenden Vierheit, und in der Verbindung mit der Dreiheit, der so genannten Beweglichkeit das Verhalten ist aktiv, passiv oder reaktiv, also handelnd, erleidend oder zuwiderhandelnd , werden den zwölf Zeichen zugeordnet, in denen jeweils ein Element mit einem Tierkreiszeichen kombiniert ist zum Beispiel bei Löwe: Die zwölf Zeichen sind zudem noch in zwei Geschlechter eingeteilt, abwechselnd aufeinanderfolgend im Tierkreis.

Die Häuser sind die Darstellung des geozentrischen Blickwinkels von einem geographischen Punkt aus auf den Tierkreis.

Der Ekliptikgrad , der gerade über den Horizont steigt, wird Aszendent Asz. Der Aszendent markiert die Spitze des ersten Hauses, von welchem aus man nun die übrigen, gegen Osten unter dem Horizont fortgehend, zählt.

Die Häuser folgen der Reihe nach aufeinander als 1. In der Spätantike werden z. Eine typische Häuserdeutung innerhalb des Mainstreams der modernen, psychologisch orientierten Horoskopdeutung bietet der Astrologe Akron: Die Bedeutung der einzelnen Häuser wurde vor Jahrhunderten auch durch folgenden lateinischen Hexameter beschrieben:.

Bildlich kann man sich die Häuser wie eine in zwölf gleiche Stücke nach der üblichen Art aufgeschnittene Orangenschale vorstellen, wobei Stängelansatz und Blütenrest der Orange genau am Nord- und Südpunkt des Horizonts liegen, eine Schnittlinie von Norden nach Süden den Himmel entlang läuft und unter der Erde wieder zurück nach Norden, eine am Horizont entlang, und auf jeder Seite noch je zwei Schnitte dazwischen liegen.

Allerdings wird der Abstand der Planeten zur Ekliptik meist bei der Häuserzuordnung nicht berücksichtigt. Je nach astrologischer Schule oder Richtung werden die Häuser teilweise nach verschiedenen Systemen berechnet, die zu abweichenden oder sogar sich widersprechenden Aussagen führen können. So wie den Tierkreiszeichen in der Deutung verschiedene Charaktereigenschaften und den Himmelslichtern Planeten, Sonne, Mond verschiedene Eigenschaften zugesprochen werden, so stellen die Häuser unterschiedliche Lebensbereiche dar ich bin, ich habe, ich denke, ich fühle u.

Diese Lebensbereiche werden der Reihe nach in symbolischer Analogie zu den Eigenschaften der Tierkreiszeichen, beginnend mit Widder, den Häusern zugeordnet. Der Abstand zwischen zwei Horoskopfaktoren, wie den Planeten, wird durch Winkel ausgedrückt. Traditionell waren dies bis weit ins Mittlerweile werden eine immer noch zunehmende Zahl von weiteren Aspekten, je nach astrologischer Richtung oder Schule, in die Deutung einbezogen.

Die von Alfred Witte eingeführten Halbsummen berücksichtigen insbesondere die Symmetrieeigenschaften der Aspekte. Neuere Auffassungen gehen von einer kontinuierlichen Abnahme der Wirksamkeit mit dem Abstand von exakten Wert aus. Nach Umfragen in einigen westlichen Ländern ist etwa ein Viertel der Bevölkerung davon überzeugt, dass die Astrologie zutreffende Aussagen über Persönlichkeitszüge oder über Ereignisse im Leben eines Menschen treffen kann.

Die Kritik an der Astrologie bewegte sich lange Zeit zumeist auf einer abstrakten und philosophischen Ebene. In der wissenschaftstheoretischen Diskussion zur Abgrenzung zuverlässiger wissenschaftlicher Vorgehensweisen bzw. Im Jahre stellte Kelly [70] in einer Metaanalyse der bis dahin vorliegenden Studien fest, dass. Einige wissenschaftliche Studien kamen zu dem Ergebnis, dass es keinen feststellbaren Zusammenhang gebe zwischen Deutungselementen der Astrologie und menschlichen Eigenschaften wie Intelligenz oder Persönlichkeit, wie sie in der Psychologie typischerweise begrifflich operationalisiert werden.

David Voas ging der Frage nach, ob der Erfolg in der Beziehung und ein Hingezogenfühlen zum Lebenspartner mit den astrologischen Aussagen, die spezifisch dies konstatieren, korrelieren. Darüber hinaus betonen verschiedene Autoren entscheidende methodische Schwächen scheinbar stützender Studien wie selektive Auswahl der Testpersonen, Ungenauigkeiten bei der Geburtszeit oder zu geringe Probandenzahlen.

Astrologische Zwillinge , das sind Personen, die zum selben Zeitpunkt geboren sind, sollten nach Auffassung vieler Astrologen und Kritiker der Astrologie der beste Test für die Leistungsfähigkeit der Astrologie sein. Neben der Selbstprojektion finden sich in der Psychologie weitere Theorien, etwa die Fremdprojektion ähnlich dem Erlernen der Geschlechterrolle sowie der Bejahungsfaktor bei schwammigen Aussagen sogenannter Barnum-Effekt , die die Selbstbestätigung über das Horoskop in Frage stellen.

Mögliche Beobachtungen sind vielmehr der Ausdruck des Erlernten als direkte Folge der Prägung der Psyche durch das astrologische Modell. In diesem Zusammenhang hat eine Untersuchung, die im Jahr von den Psychologen Mayo, White und Eysenck durchgeführt wurde, gezeigt, dass abhängig vom jeweiligen Wissen um Gestirnstände Personen, die dieses Gedankengebäude kennen und für sich auch als wichtig betrachten, auch Stellungen der Planeten widerspiegeln.

Einzig die Analytische Psychologie nach C. Jung steht der Astrologie offen gegenüber und begreift sie als einen Ausdruck von Synchronizität. Darüber hinaus verfügte Jung selber über umfangreiche Astrologiekenntnisse, so dass er beispielsweise bei der Arbeit mit seinen Klienten Geburtshoroskope von ihnen erstellte und die Horoskopdeutung in die psychologische Arbeit mit einbezog, wie Jung bereits in einem Brief an Sigmund Freud geschrieben hatte.

Allerdings stehen einige Theorien der analytischen Psychologie in Widerspruch zu naturwissenschaftlichen Grundannahmen. Das Denken in Symbolen, wie es bei der Astrologie der Fall sei, könne dabei durchaus konstruktive Selbsterkenntnis in einem guten Sinne fördern. Gleichzeitig komme bei der astrologischen Deutung einem fremden Menschen eine enorme Deutungshoheit über das eigene Leben zu, woraus Abhängigkeiten und andere negative Konsequenzen entstehen könnten.

Aus christlicher Perspektive seien jedoch nicht die Sterne Herrscher über das Leben, sondern nur Gott. Der christliche Glaube basiere auf der grundsätzlichen Freiheit eines Christen , sein Leben in eigener Verantwortung vor Gott zu leben und sein Schicksal selbst zu bestimmen. Diese Freiheit und damit auch das eigenverantwortliche Handeln vor Gott sei gefährdet, wenn man den Sternen oder einem Sternendeuter Autorität über das eigene Schicksal zubillige.

Dies sei ein Beispiel dafür, wie als Christ mit dem Thema konstruktiv umzugehen sei. Diese machten es sich zu einem ihrer Hauptanliegen, dem Glauben an die Astrologie entgegenzuwirken und vor ihrer Anwendung zu warnen. Das Recht, sich astrologisch zu betätigen, ist in Deutschland durch das Grundrecht der Berufsfreiheit geschützt. Geschichte der westlichen Astrologie. Erscheinungen von Sonne, Mond und Planeten. Hubert Cancik , Helmuth Schneider Hrsg.

Dictionary of Gnosis and Western Esotericism , Hrsg. Hanegraaff , Leiden , S. Two Fossile Sciences, New York: Jerome argumentierte, dass historisch gesehen die Astrologie am besten als Protowissenschaft beschrieben werden könne: Die beobachtungsbasierte Methode habe zu der Astronomie als Wissenschaft geführt und allgemein eine nicht zu überschätzende Rolle in historischen und kulturellen Entwicklung gespielt.

Dennoch ständen ihre Axiome tief in der Tradition von Mythologie und Aberglaube und sei daher nicht für moderne Wissenschaft anschlussfähig. Jerome, Astrology and Modern Science: A Critical Analysis, Leonardo, Bd. Wesen und Wirkung des Symbolbegriffs. Lecture given , published under the title: Anhänger von Aristoteles und andere Rationalisten , bis hin zu Isaac Newton , hätten vor allem die Annahme der planetarischen Wirkung auf terrestrische Ereignisse angegriffen.

Though they had rules to apply, they had no puzzles to solve and therefore no science to practise. Kuhn, Logic of Discovery or Psychology of Research? PDF Memento vom Mai im Internet Archive. Modern astrology is in many respects similar to early mediaeval astronomy: The caricatures are not used for research; there is no attempt to proceed into new domains and to enlarge our knowledge of extra-terrestrial influences; they simply serve as a reservoir of naive rules and phrases suited to impress the ignorant.

The Strange Case Of Astrology. Science in a Free Society , Verso, , S. Why Astrology is a Pseudoscience. Walter de Gruyter, Berlin Metzler Verlag, Stuttgart A History of Horoscopic Astrology. Scripta Mercaturae Verlag, St. Rabbi Jehoschua ben Chanaja. Menschen und Schicksale zwischen jüdischer, christlicher und deutscher Identität. A History of Horoskopic Astrology.

From the Babylonian Period to the Modern Age. Tempe Arizona, USA Dumbarton Oaks Papers , Bd. Die hochsprachliche profane Literatur der Byzantiner: Beck Verlag, München Klaus Bergdolt, Walther Ludwig Hrsg. Harrassowitz Verlag , Wiesbaden Astrologie und Öffentlichkeit im Mittelalter. Anton Hiersemann, Stuttgart Harrassowitz Verlag, Wiesbaden Zürich , 4 Bde. Maya - Gottkönige im Regenwald. Januar , 12h in Washington D. Die Geschichte und das Wesen der Astrologie.

Auflage, Darmstadt , S. Scripta Marcaturae Verlag, St. Buch 1 und 2. Chiron Verlag, Tübingen Der Diskurs über die Wissenschaftlichkeit der Astrologie und die lateinischen Lehrbücher - Akademische Verlagsanstalt, Leipzig Planetenbilder und sensitive Punkte. Der Mensch, eine Empfangsstation kosmischer Suggestionen. Psychological Reports, , Bd. Diese Annahme führt zu einer fatalistischen oder deterministischen Philosophie und bedroht die Vorstellung der Willensfreiheit.

Das Problem kann umgangen werden, wenn angenommen wird, dass das Vorausgesagte nicht unabänderlich sei, sondern ein durch Wahrsagung Gewarnter sein künftiges Schicksal noch beeinflussen könne. Damit wird aber der Wahrheitsanspruch der Wahrsagung mehr oder weniger stark relativiert und eingeschränkt und eine Überprüfung ihrer Richtigkeit verunmöglicht.

Den Hauptgrund für die anhaltende Beliebtheit des Wahrsagens in der Moderne sieht er nicht im Bedürfnis, Wissen über die Zukunft zu erlangen, sondern in der sozialen Funktion der Beziehung zwischen dem Wahrsager und seinem Orientierung suchenden Kunden. Der Kunde suche in unruhigen und unbeständigen Zeiten tröstlichen menschlichen Kontakt. Die Vorhersage impliziere stets eine Anweisung zum Handeln, sie sei untrennbar mit den Schritten verknüpft, zu denen sie führe.

Ähnlich urteilt der Religionshistoriker Walter Burkert. Zahlreiche Quellen aus Mesopotamien überliefern eine Fülle von Einzelheiten. Das wichtigste Verfahren war die schon um die Mitte des 3. Dabei wurde meist aus der Beschaffenheit der Leber eines geschlachteten Opfertiers auf den Willen der Götter und den zu erwartenden Ausgang eines Vorhabens geschlossen.

Der Erkenntniswert der verwendeten Wahrsagemethoden wurde unterschiedlich eingeschätzt, das Prinzip als solches aber nicht angefochten. Im antiken Griechenland waren besonders die Vogelschau Deutung des Vogelflugs , die Leberschau, die Traumdeutung und das Orakelwesen verbreitet. An den berühmten Orakelstätten wurden Orakelsprüche als Antworten auf den Göttern gestellte Fragen verkündet.

Oft enthielten die Orakelsprüche keine klaren Aussagen über Zukünftiges, sondern rätselhaft formulierte Auskünfte oder Anweisungen, die unterschiedlich interpretierbar waren. Im Römischen Reich gehörten ebenfalls Vogelschau augurium und Eingeweideschau zu den wichtigsten Methoden, sie wurden von Staats wegen praktiziert.

Bezweckt wurde damit nicht ein direkter Blick in die Zukunft, sondern die Beantwortung der Frage, ob die Götter mit einem politischen oder militärischen Vorhaben einverstanden waren und dieses daher als aussichtsreich gelten konnte. Vielen Personen kündigten Wahrsager die Erlangung der Kaiserwürde an, was vom regierenden Herrscher als Subversion aufgefasst wurde. Die unerwünschten Folgen politisch relevanter Divination — darunter Voraussagen über den Tod des Kaisers — führten dazu, dass das Wahrsagen durch die Gesetzgebung reglementiert und eingeschränkt oder verboten wurde.

Gegen die Wahrsagung erhob sich in der Antike heftige und verbreitete Kritik. Von fundamentaler Ablehnung erzählt schon Homer. In Philosophenkreisen wurde die Vorstellung einer voraussagbaren Zukunft aus grundsätzlichen Erwägungen problematisiert und teils radikal abgelehnt. Gegner des Wahrsagens waren insbesondere die Kyniker [17] , die Skeptiker und die Epikureer sowie viele Peripatetiker und Cicero [18].

Auch die bewusste Produktion von angeblichen Vorzeichen zum Zweck der Manipulation wurde thematisiert. In der griechischen Komödie wurden Wahrsager als geldgierige Betrüger verspottet, ihr politischer Einfluss wurde als kriegstreiberisch und verhängnisvoll angeprangert. Die christliche Kirche betrachtete die biblische Prophetie als authentische, göttlich legitimierte Übermittlung von Wissen über die Zukunft. Im Verlauf der Christianisierung des Römischen Reichs im 4.

Jahrhundert kam es zu scharfen gesetzlichen Wahrsageverboten. Auch spätantike Konzilien verhängten Verbote. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit war die Wahrsagung weit verbreitet. Von kirchlichen Behörden und manchen theologischen Autoritäten wurde sie weiterhin bekämpft und zurückgedrängt [25] , doch fand sie unter den mittelalterlichen Philosophen und Theologen auch Verteidiger.

Im späteren Mittelalter gewannen Wahrsager nicht nur an Fürstenhöfen, sondern auch im kirchlichen Raum beträchtlichen Einfluss. Oft wurde Heiligen die Fähigkeit zugeschrieben, dank göttlicher Eingebung Künftiges beispielsweise einen Todesfall vorauszusehen.

Die reichhaltige mittelalterliche Visionsliteratur berichtete über göttliche Offenbarungen, die oft auch Voraussagen enthielten. Eine teils philosophisch, teils physikalisch oder historisch argumentierende Kritik an den Zukunftsvoraussagen nahm ab dem Ende des Jahrhunderts zu und ergänzte die traditionelle religiös motivierte Kritik, rief aber auch eine Fülle von Gegenschriften hervor.

Zu den erklärten Gegnern des Wahrsagens gehört die Katholische Kirche, die in ihrem Katechismus unter anderem festhält:.

Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. In Europa hatte die Astrologie eine wechselvolle Geschichte.

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Jahrhundert als griechisch astrologia , Sterndeutung , gebildetet aus altgr. Neben der Selbstprojektion finden sich in der Psychologie weitere Theorien, etwa die Fremdprojektion ähnlich dem Erlernen der Geschlechterrolle sowie der Bejahungsfaktor bei schwammigen Aussagen sogenannter Barnum-Effekt , die die Selbstbestätigung über das Horoskop in Frage stellen.

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