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Was bringt mir als Sparer eine negative Inflationsrate?

Wie es zur Deflation kommt.

Als "normal" gilt eine Inflationsrate von zwei Prozent. Wenn die Inflationsrate 0 % beträgt, finden keine Preissteigerungen statt. Wenn hingegen eine negative Inflation auftritt, die Teuerungsrate als weniger als 0 % beträgt (negativ ist), dann gewinnt das Geld an Wert und für EUR können Sie dann beispielsweise mehr Waren kaufen als noch vor einem Jahr. Eine negative Inflationsrate ist noch lange keine Deflation Ist das Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank sinnvoll? Kann eine Vermögensabgabe helfen, die Überschuldung von Staaten zu lindern?

Was ich unter Deflation verstehe

Was ist eine Inflationsrate? Für die Inflationsrate wird monatlich ein Warenkorb eine Landes vom europäischen Verbraucherpreisindex (HVPI) mit dem Vormonat verglichen und es wird definiert wie sich die Geldmenge verändert hat.

Wenn die Preise stärker steigen als die Löhne, dann kommt es zu sinkenden Reallöhnen und sinkender Konsum-Kaufkraft. Steigen die Löhne stärker als die Preise, dann kommt es zu steigenden Reallöhnen und steigender Kaufkraft. Bei zeitlich vor der Inflation abgeschlossenen Verträgen verschiebt sich das wirtschaftliche Gleichgewicht. So wird generell der Schuldner besser gestellt, während sich die Position des Gläubigers verschlechtert.

Das gilt zum Beispiel für Mieten, Unterhaltszahlungen, Renten- und Pensionsansprüche und Honorarforderungen aufgrund gesetzlich geregelter Honorarordnung wie bei Rechtsanwälten und Ärzten.

So wurden die Immobilienbesitzer beispielsweise in der Deutschen Inflation bis faktisch vollständig entschuldet, während die Immobilien den Wert beibehielten. Der Gesetzgeber versuchte, diese Inflationsgewinne über die Hauszinssteuer abzuschöpfen. Der Realwert seiner Verschuldung nimmt wegen der Inflation deutlich ab.

Durch kalte Progression steigen zudem die realen Steuereinnahmen. Bei schwerer Inflation steigt auch die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, denn da das Geld ständig entwertet wird, will niemand es lange behalten. Kann nicht genug werthaltiges Sachkapital produziert werden, wird versucht, Wert in Devisen anzulegen. Die Entwertung des Geldes wird so beschleunigt. Versucht der Staat, die freie Preisbildung zu regulieren, entsteht statt offener verdeckte oder zurückgestaute Inflation.

Im Falle flexibler Wechselkurse erfolgt eine Anpassung durch Abwertung des Wechselkurses der inländischen Währung gegenüber ausländischen Währungen. Bei festen Wechselkursen erfolgt keine automatische Korrektur.

Ist die Inflationsrate höher als in anderen Ländern, verbilligen sich die Importe, die Exporte verteuern sich. Dies führt zu Handelsbilanzdefiziten. Je nach Stärke und Tempo der Preissteigerung unterscheidet man zwischen schleichender Inflation, trabender Inflation, galoppierender Inflation und Hyperinflation. Die Inflation kann man in Phasen einordnen: Die dezelerierte Phase wird auch als Disinflation bezeichnet.

Heute wird er losgelöst von der tatsächlichen Geschwindigkeit der Erhöhung des Preisniveaus in einem Land gebraucht. Es kommt zur Flucht in wertstabile Sachwerte und zu Kapitalflucht. Auf den Kapitalmärkten nimmt das Kapitalangebot ab, da die Anbieter wegen der Inflation mit einem Werteverzehr rechnen, der Kapitalzins steigt.

Aus gleichem Grund werden langfristige Kredite kaum noch angeboten, schon gar nicht mit festem Zins. So besteht auch für Kreditnehmer keine Planungssicherheit mehr. Bisher knapp lohnende Investitionen werden durch Zinssteigerung unrentabel; Unternehmen, deren Rendite nicht mehr ausreicht, gehen bankrott.

Hyperinflationen kamen in der Geschichte schon mehrmals auch deshalb zum Stillstand, weil selbst der Realwert des Papiers zum Drucken der Banknoten höher war als der Wert einer Banknote. Häufig gibt es nach einer Hyperinflation eine Währungsreform. Den historisch ältesten Erklärungsansatz für Inflation bietet die Quantitätsgleichung:. Empirisch ist die Quantitätstheorie sehr gut belegt.

Diese Untersuchungen zeigen, dass Inflation entsteht, wenn die Zentralbank die Geldmenge zu stark ausweitet. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Inflation durch eine restriktive Geldpolitik verhindert werden kann. Durch zyklisches und unkontrolliertes Geldwachstum entstünden Kredite ex nihilo mit künstlich niedrigen Zinsraten. Durch die Inflation und die Kreditexpansion würde das gesamte Preissystem verzerrt, der Preis verliere seine Funktion der Information über Knappheit, unproduktive Produktionsweisen würden dadurch künstlich am Leben gehalten.

Neu geschaffenes Geld gelangt von den Zentral- und Geschäftsbanken zu Marktteilnehmern , die mit diesem neuen Geld Güter nachfragen. Diese zusätzliche Nachfrage wird in steigenden Preisen sichtbar. Die Ursache für Inflation ist damit in der Schöpfung von ungedecktem Geld so wie in gesetzlich privilegierten Institutionen des Bank - und Finanzwesens zu finden Annahmezwang von Gesetzlichen Zahlungsmitteln , Zentralbankwesen , Teilreservebanken , Währungsmonopol usw.

Grundsätzlich wird hierbei zwischen einer Nachfragesoginflation und einer Angebotsdruckinflation unterschieden. Kommt es zur Nachfragesoginflation englisch Demand-pull inflation , [21] sind die Ursachen, wie aus dem Wort zu entnehmen, auf der Nachfrageseite zu suchen. Betrifft dies alle Güter, ist jedoch ceteris paribus aggregiert ein Preisanstieg nicht möglich.

Erfolgt eine monetäre Alimentierung, entsteht Inflation. Kurzfristig kann diese Alimentierung durch eine Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes erfolgen.

Längerfristig kann Inflation aber nur bestehen, wenn sie durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge alimentiert wird. Auf der anderen Seite steht die Angebotsdruckinflation auch: Die Kosteninflation tritt allerdings nur dann als Erhöhung des Preisniveaus in Erscheinung, wenn die teurer produzierten Güter auch auf dem Markt zu den geforderten höheren Preisen Käufer finden und es keine Substitution aus anderen Märkten gibt Verkäufermarkt.

Auch diese Inflationsart kann nur bei einer entsprechenden Ausweitung der Geldmenge längerfristig bestehen. Eines der Grundprinzipien des Keynesianismus ist die negative Abhängigkeit zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Grundlage für diese Annahme bildeten empirische Untersuchungen auf der Basis historischer Daten, die mit sinkender Arbeitslosigkeit ein höheres Preisniveau verbanden Phillips-Kurve. Theoretisch erklärt wurde dieses Prinzip damit, dass mit sinkender Arbeitslosigkeit das Volkseinkommen steigt und hierdurch die Konsumgüternachfrage stärker ansteigt als Produktionskapazitäten geschaffen werden können.

Dazu kommt, dass bei Vollauslastung die Preise ansteigen und die Gewerkschaften bei geringerer Arbeitslosigkeit höhere Lohnforderungen durchsetzen können, was sich auf die Preise auswirkt siehe auch Grundlohnsummenveränderungsrate.

Entgegen dieser Theorie trat in den er Jahren die Stagflation auf hohes Arbeitslosenniveau und hohe Inflationsraten. Schöpft eine Volkswirtschaft ihre Produktionsmöglichkeiten zur Gänze aus — man spricht in diesem Zusammenhang von der Produktionsmöglichkeitenkurve PMK , Synonym Transformationskurve — so führt ein Anstieg der Nachfrage im Keynesianismus voll zu einer Preissteigerung. Die Unternehmen können die erhöhte Nachfrage nach Produkten nicht ausgleichen, daher werden diese Produkte einfach teurer vgl.

Fraglich ist, ob nicht schon vor Erreichen einer allgemeinen Vollauslastung der Kapazitäten schon in einzelnen Wirtschaftszweigen Engpässe auftreten, so dass die Preise bereits zu klettern anfangen, bevor Vollbeschäftigung und allgemein Vollauslastung der Kapazitäten erreicht worden ist.

Steuererhöhungen, staatlich administrierte Preissteigerungen und Lohnerhöhungen können unabhängig von der wirtschaftlichen Situation zu einer höheren Inflationsrate führen. Ein weiterer wichtiger Begriff ist die importierte Inflation ; damit ist die Übertragung einer Inflation im Ausland auf das Inland gemeint. Gegen importierte Inflation ist eine Volkswirtschaft bei flexiblen Wechselkursen gut abgesichert, bei festen Wechselkursen kann sich eine Volkswirtschaft hingegen nicht gegen den Import der Inflation absichern.

Für sie waren der Wert des Geldes und damit die Preise durch die Arbeitswertlehre bestimmt. Adam Smith drückte dies so aus: Die Ausdehnung der Geldmenge Menge an umlaufenden Gold- und Silbermengen war nur Symptom des plötzlich geringer gewordenen Arbeitswertes der Edelmetalle.

Die Klassiker nahmen an, dass zum Umschlag der Waren einer Volkswirtschaft, die insgesamt einen bestimmten Wert hatten, eine Goldmenge von insgesamt einem bestimmten Wert benötigt wurde, abhängig von der Umlaufsgeschwindigkeit der Goldmünzen. Die Umlaufgeschwindigkeit wurde dabei als stabil angenommen. Sank der Wert der einzelnen Goldmünzen wegen Erhöhung der Arbeitsproduktivität bei der Goldgewinnung, wurden zum Ausgleich entsprechend mehr Goldmünzen für den Geldumlauf benötigt.

Wurde mehr Gold, als für den Warenumschlag benötigt, in Umlauf gebracht, führte dies nicht zu Preissteigerungen, sondern das überschüssige Gold wurde als Wertaufbewahrungsmittel gehortet.

Anders sah es beim Papiergeld aus. Für das Papiergeld galten keine anderen Gesetze als für Goldmünzen, solange der Staat oder die Banken das Papiergeld nur in solchen Mengen ausgaben, dass es jederzeit zu einem bestimmten Verhältnis in Gold eingetauscht werden konnte. Nach einiger Zeit gab es dann zwei Preise. So kann plötzlich ein Gut günstiger sein als ein anderes, obwohl der Wert dies gar nicht rechtfertigt. Da das eine Gut allerdings günstiger ist, wird es auch vermehrt nachgefragt.

Um die erhöhte Nachfrage zu befriedigen, müssen die Unternehmen mehr von dem Gut produzieren. Dies ist ineffizient, da die erhöhte Nachfrage nur aus einem verzerrten Verhältnis der relativen Preise resultiert. Gibt es eine starke Inflation in einer Volkswirtschaft, kann dies zu ungerechten Umverteilungen von Vermögen zwischen Gläubiger und Schuldner führen. Dieser Sachverhalt lässt sich leicht anhand eines Beispiels erklären.

Die Person 1 besitzt Zum jetzigen Zeitpunkt könnte sich Person 1 von dem Geld Diese stimmt dem Kreditgeschäft zu. Nun lassen sich zwei Fälle unterscheiden. Im ersten Fall hat Person 1 die Inflationsrate richtig eingeschätzt oder sogar unterschätzt.

Nun kann Person 1 sich von dem Geld Wieder bekommt Person 1 von Person 2 inklusive Zinsen Infolgedessen kann sich Person 1 nun nur noch Brote kaufen. Er hat also einen realen Kaufkraftverlust erlitten. Es gibt einige verschiedene Inflationsursachen, die wir im folgenden Abschnitt näher erläutern werden. Die wohl einfachste Ursache einer Inflation ist eine Steigerung der Kosten. Wenn es für ein Unternehmen teurer wird ein Gut herzustellen, muss es dementsprechend den Preis erhöhen, um keine Verluste zu machen.

Die Ursachen für eine Kostensteigerung können vielfältig sein. Zwei Beispiele aus der deutschen Geschichte sind der erste und zweite Ölpreisschock. Auch diese Ursache von Inflation ist ziemlich leicht nachvollziehbar. Um die enormen Staatsschulden aus dem ersten Weltkrieg begleichen zu können, war die Regierung gezwungen mehr und mehr Geld zu drucken.

Dies führte zu einer gigantischen Entwertung des Geldes. Während der Preis für einen Laib Brot Ende noch bei ca. Dieses Chaos konnte nur mithilfe der Einführung einer neuen Währung beendet werden. Eine weitere gängige Ursache für Inflation ist eine Erhöhung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage.

Der genauen Gründe für eine solche Erhöhung der Nachfrage können vielfältig sein und werden hier deshalb nicht spezifisch aufgelistet. Ein speziellerer Grund für Inflation können Spekulationsblasen sein. Auch dies lässt sich anhand eines Beispiels aus der Geschichte sehr gut erklären. Während der sogenannten Tulpenblase in den er Jahren wurden Tulpenzwiebeln in den Niederlanden zum Spekulationsobjekt.

Obwohl dies irrational ist kommen Spekulationsblasen, die zu einem Anstieg des Preisniveaus führen, immer wieder vor. Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Ich möchte mich für den Studienretter-Newsletter anmelden. Wie lässt sich Inflation messen? Ursachen der Inflation Es gibt einige verschiedene Inflationsursachen, die wir im folgenden Abschnitt näher erläutern werden.

Berechnungsmethoden für die Inflation

Die weltweite Inflationsrate lag bei etwa 3,7 Prozent. This is the famous liquidity trap.

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Weiterhin unterscheidet man den Nominalzins, der Zinssatz für einen Kredit, und Realzins. Der Warenkorb - incl.

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