Außenhandelspolitik, Freihandel und Protektionismus

Mathias Binswanger: Freihandel und Landwirtschaft

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-England Arbeiter für Tuch bräuchte für Wein -Portugal 80 Arbeiter für Wein bräuchte 90 für Tuch -Portugal beide lagen überlegen ->trotzdem Gewinn -> Komperativer kostenvorteil -Beide Gewinn von Arbeitskräften Freihandel Beispiel: Theorie des komperativen Kostenvorteils. Freihandel verbilligt Verbraucherpreise und Vorprodukte. Die Errichtung von Einfuhrhemmnissen provoziert Vergeltung ("Handelskrieg"). Argumente für Protektionismus Protektion kann einseitige Spezialisierung verhindern.

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Inwiefern sind internationale Arbeitsteilung und Spezialisierung im Verein mit einer Ausdehnung der Absatzmärkte die Quelle dieser Wohlstandsgewinne? Download to read the full chapter text Literatur.

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Equilibrium Economics -- Mathematical models. Free trade -- Mathematical models. View all subjects More like this Similar Items. Find a copy online Links to this item Verlagsinformation. Allow this favorite library to be seen by others Keep this favorite library private. Find a copy in the library Finding libraries that hold this item Internet resource Document Type: Burkhard Utecht Find more information about: Selbst wenn kurzfristig Arbeitsplätze verloren gingen, schafft ein Handelsabkommen langfristig zusätzliche Jobs.

Empirischen Schätzungen zufolge müsste die zunehmende Handelsverflechtung von Deutschland seit mit etwa einem Prozentpunkt zur Senkung der Arbeitslosigkeit beigetragen haben. Die Auswirkungen wurden vom ifo Institut mithilfe von Modellen beschrieben, die Arbeitsmarktunvollkommenheiten explizit modellieren. Am Ende sollte Deutschland mit 45 bis neuen Jobs rechnen können.

Das entspricht einer Senkung der Arbeitslosigkeit um bis zu 0,4 Prozentpunkte. Das ist kein Jobwunder. Aber es ist zynisch, so zu tun, als wären die zu erwartenden Effekte nicht spürbar. Die beste Nachricht aber ist: TTIP schafft all das ohne die vielen umstrittenen Abreden, die derzeit so attackiert werden: Es braucht keine Abmachungen zu intransparenten Schiedsgerichten, vor die private Konzerne die Staaten zerren können. Die kommunale Daseinsvorsorge muss nicht privatisiert werden, und eine lückenlose gegenseitige Anerkennung von Produktzulassungen ist unnötig.

Eine Vielzahl bestehender Abkommen kommt ohne solche Bestimmungen aus und sorgt dennoch für eine erhebliche Absenkung der Handelskosten. Das ist übertrieben und schädlich. Obwohl Portugal die effizientere Tuchindustrie besitzt, sollte es gemäss Ricardo auf die Tuchproduktion verzichten, und zwar wiederum wegen der Opportunitätskosten. Ricardo demonstrierte dies anhand des folgenden Zahlenbeispiels.

Gleichzeitig brauchen Englische Winzer Stunden um eine Einheit Wein ein Fass zu produzieren, während die Portugiesen dafür 80 Arbeitsstunden benötigen. Das Beispiel wurde von Ricardo so gewählt, dass Portugal bei der Herstellung beider Güter einen absoluten Vorteil und England einen absoluten Nachteil besitzt, denn für die Herstellung beider Güter braucht es in Portugal weniger Arbeitsstunden. England besitzt aber einen komparativen Vorteil bei der Tuchproduktion, da die Produktion eines Ballen Tuches den Verzicht auf weniger Weinproduktion verlangt als in Portugal.

Wie profitieren nun beide Länder durch den Handel gemäss Ricardo? Schauen wir uns dazu einmal die Produktionsmöglichkeiten vor und nach der Aufnahme des Handels an. Wir gehen davon aus, dass in der ursprünglichen Situation jedes Land je eine Einheit Tuch und eine Einheit Wein produziert. Portugal benötigt dazu insgesamt Arbeitsstunden und in England sind dazu Arbeitsstunden erforderlich. Nun nehmen wir an, dass sich beide Länder auf die Produktion des Gutes spezialisieren, bei dem sie einen komparativen Vorteil besitzen.

England spezialisiert sich also auf die Produktion von Tuch, und Portugal produziert nur noch Wein. Die Produktionsmöglichkeiten haben sich also erweitert. Insgesamt kann mit der gleichen Menge an Arbeit, 0. Diese Überschüsse lassen sich nun zwischen beiden Ländern aufteilen wie genau hängt vom Preis ab , so dass beide davon profitieren sollten.

Es gibt mehr Wein und mehr Tuch und somit geht es allen besser. Die Auswahl der beiden Güter Wein und Tuch war nun keineswegs zufällig.

Genau um diese zwei Güter ging es rund hundert Jahre früher in dem zwischen England und Portugal geschlossenen Methuen-Vertrag Methuen Treaty , so benannt nach dem damaligen Englischen Botschafter in Portugal.

Diesem gelang es mit der Portugiesischen Regierung einen Vertrag auszuhandeln, bei dem sich die Portugiesen dazu verpflichteten, die zum Schutz ihrer eigenen Tuchindustrie seit dem Jahr erhobenen Importzölle für Englisches Tuch massiv abzubauen.

Von Seiten der Portugiesen war die Unterzeichnung dieses Vertrags allerdings nicht wirklich freiwillig. Sie mussten auf ihn eingehen, weil sie auf die militärische Unterstützung der Engländer gegen die Spanier angewiesen waren. Gemäss der Theorie der komparativen Vorteile hätte sich durch diesen Vertrag die Situation in beiden Ländern verbessern sollen.

Das geschah aber nur in England. In Portugal führte der Methuen-Vertrag innerhalb kurzer Zeit zur vollständigen Vernichtung der Tuchindustrie, da Portugal sofort mit Englischem Tuch überschwemmt wurde. So leistete der Methuen-Vertrag einen nicht unwesentlichen Beitrag einerseits zum Aufstieg Englands zur Weltmacht und andererseits zum wirtschaftlichen Abstieg Portugals zu einer wirtschaftlichen Randregion. Portugal war der eindeutige Verlierer des Freihandels. Es ist interessant, dass Ricardo zur Erklärung seiner Theorie der komparativen Vorteile gerade ein Beispiel gewählt hat, bei dem diese versagt.

Aber da er in London lebte, musste er nicht die Portugiesen, sondern die Engländer vom Nutzen des Freihandels überzeugen. Schon die Auswahl der beiden Güter Wein und Tuch sollte einen ja stutzig machen. Ricardo geht in seinem Beispiel davon aus, dass die Engländer auch Wein produzieren könnten, sich dann aber wegen des komparativen Vorteils ganz auf die Tuchproduktion konzentrieren.

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Portugal war der eindeutige Verlierer des Freihandels. Ägypten Blickwechsel Coherent poverty?

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Und er verschärft den Wettbewerb unter den Unternehmen und sorgt so für sinkende Produktpreise.

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