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30/04/ · Neil Armstrong und Co.: Sie kamen niemals zurück - Das Leben der Mondgänger nach dem Ruhm - Duration: Killroy McKnallski , views. 15/03/ · Eine Produktion von Andre Prey und Kai Diekmann. Viel Spaß beim Lernen:).

Inhaltsverzeichnis

Oktober), als der „Große Crash“ oder der „Börsencrash von “, begann am Oktober („Schwarzer Donnerstag“) und war der verheerendste Börsenkrach in der .

Die Unterstützung für Arbeitslose war auf ein Jahr beschränkt. Die Gemeinden gab den Arbeitslosen zwar Unterstützung, jedoch unter der Auflage, das Geld später wieder zurückzuzahlen. Im Jahr brachen zahlreiche Banken zusammen, was eine Finanzkrise auslöste und viele Menschen um ihren Besitz brachte.

Deutschland war praktisch bankrott. Die Regierung führte die radikalen Kürzungen am Arbeitsmarkt fort, Unternehmen kürzten die Löhne auf Grundlage einer Notverordnung um bis zu 50 Prozent.

Zahlreiche Menschen wurden zu Wanderarbeitern oder obdachlos, im Jahr wurden Dieser machte, ähnlich wie sein Vorgänger, die deutschen Reparationszahlungen für die Wirtschaftskrise verantwortlich. Juli bot er der französischen Regierung einen Aufbau Europas, eine Zollunion und ein wirtschaftliches Näherrücken an den Westen an.

Dies lehnten die Alliierten jedoch ab. Etwa der berühmte britische Ökonom John Maynard Keynes warnte bereits unmittelbar nach Unterzeichnung der Versailler Verträge vor negativen Folgen für die Weltwirtschaft. Besetzung des Ruhrgebiets , betrachtete die neue Regierung diese als hinfällig und baute die Rüstungsindustrie wieder auf. Im Jahr machte sich die Wirtschaftskrise in Frankreich erstmals richtig bemerkbar, als die Exporte dramatisch zurückgingen.

Aufgrund des rückläufigen Welthandels brach die Nachfrage nach französischen Produkten wie Wein oder Käse weg, weshalb die Landwirtschaft in Knie ging. Auch hier begann die Regierung sich international abzuschotten.

Sie startete Kampagnen, um die Bürger dazu zu bewegen, französische Produkte zu kaufen und appellierte an den Nationalstolz der Franzosen. Klassischer Protektionismus zum Schutz der Bauern und Arbeiter. Die damalige Luxusmarke Citroen ging fast bankrott. Renault setzte auf günstige, praktische Autos für die breite Masse und führte Kurzarbeit ein. Statt Massenentlassungen fuhr der Konzern die Entwicklung neuer Produkte hoch und erweiterte das Sortiment auf innovative, landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge.

Anders als in Deutschland organisierten die Gewerkschaften in Frankreich Massenproteste gegen die Verschlechterung der Situation. In Frankreich war es fast schon an der Tagesordnung, die Regierung zu stürzen. Zwischen und bildete sich insgesamt Mal eine neue Regierung. Allein zwischen und sieben Mal. Ausländische Investoren lehnte man hingegen ab. In den Jahren und wertete der Franc weitere Male ab. Bis um insgesamt 57 Prozent. Die Produktivität stagnierte und die Preise erhöhten sich um 40 Prozent.

Importe sanken um 60 Prozent, die Exporte sogar um 70 Prozent. Unternehmen aus allen Branchen, hauptsächlich Transportfirmen und Banken, gingen pleite. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte die französische Wirtschaft noch immer nicht das Niveau aus erreicht und siechte weiter dahin.

Im Herbst waren es über vier Milliarden Reichsmark. Renault verfünffachte in diesem Zeitraum den Absatz, die französische Weinwirtschaft erlebte einen gigantischen Aufschwung. Die Anzahl der Arbeitslosen reduzierte sich bis auf Die Wirtschaftskrise war damit überstanden. Die italienische Wirtschaft schwächelte bereits seit der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Italiens Regierung beschloss in den ern, die Macht der Gewerkschaften zu beschneiden und damit die Arbeiter unter die Kontrolle der Regierung zu stellen.

Mussolini versprach die Arbeitslosigkeit zu beenden und legte entsprechende Reformideen vor. Nach dem Wallstreet-Crash gingen viele Branchen in Italien pleite, welche die Banken dann billig aufkauften. Infolge des Konkurses der österreichischen Kreditanstalt im Jahr gingen jedoch auch viele italienische Banken pleite.

Dort wurde beispielsweise über Löhne und Preise verhandelt. Unternehmen hatten zudem den Auftrag, den Wünschen der Regierung und der Bevölkerung Italiens zu entsprechen. Ihren Höhepunkt erreichte die Wirtschaftskrise in Italien im Jahr Im Januar gründete die Regierung das Institut für industriellen Wiederaufbau. Das Institut hatte die Aufgabe, die Wirtschaft zu restrukturieren, zu modernisieren und zu rationalisieren. Japan nutzte den britischen Wirtschaftseinbruch in den er Jahren und übernahm jene Märkte, die in den Vorkriegsjahren britisch dominiert waren.

Auch die politischen Parteien erlebten zu dieser Zeit einen Aufschwung. Bisher hatten die Berater des Kaisers den Premierminister ernannt, doch änderte sich dies nach dem Krieg.

In den ern übertrug der Kaiser die Wahl des Premierministers auf das japanische Parlament. Damit wollte die Regierung die politische Meinung der Bürger ergründen. Zu den politischen Veränderungen in den ern zählte unter anderem die Wahlbeteiligung aller Männer über 25 Jahre. Ebenso die Einführung einer nationalen Krankenversicherung sowie die Abschaffung bestimmter Beschränkungen der Gewerkschaft.

Der Aufschwung hielt jedoch nicht lange an. Der Wert der japanischen Exporte brach zwischen und massiv ein. Viele Menschen machten die Regierung für den wirtschaftlichen Kahlschlag verantwortlich. Nachdem Japan sich dazu bereit erklärt hatte, seine Flotte auf der Londoner Marinekonferenz sehr klein zu halten, hatten Militärs und Nationalisten genug.

Nach dem Rücktritt des Premierministers und der Ermordung ranghoher Militärs durch die Armee organisierte das Militär eine Militärregierung. Die militärische Übernahme lief gewaltlos ab. Japans Verfassung und der Haushalt blieben bestehen. Man verhaftete Kritiker der Regierung. In den Schulen lehrte man den bedingungslosen Gehorsam gegenüber dem Kaiser und der Regierung. Ab wuchs die militärische Dominanz der Regierung weiter. Statt die Defizitausgaben zu reduzieren, führte die Regierung Preiskontrollen und Rationierungen ein.

Diese reduzierten zwar die Inflation, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Problem bleiben sollte. Beseitigen konnten sie diese jedoch nicht. Der japanische Finanzminister Takahashi Korekiyo war der erste, der die keynesianische Wirtschaftspolitik umsetzte. Erstens durch enorme fiskalpolitische Impulse, die eine starke Erhöhung des Haushaltsdefizits mit sich brachten. Und zweitens durch die Abwertung der Währung. Spätere ökonometrische Studien haben den fiskalischen Stimulus jedoch nicht als besonders effektiv identifiziert.

Viele japanische Autohersteller wie Toyota haben ihre Wurzeln in der Textilindustrie. Bis verdrängte die Schwerindustrie die Leichtindustrie. Bereits im Jahr war die Wirtschaftskrise in Japan, ähnlich wie in Deutschland oder Italien, weitgehend überstanden. Idee für einen Artikel? Oktober brach die New Yorker Börse zusammen.

Dies stellte den Beginn der bis dahin schlimmsten globalen Wirtschaftskrise der Geschichte dar. Banken gingen pleite, Unternehmen schlossen reihenweise und die Arbeitslosigkeit schnellte in die Höhe. Schreibe einen Kommentar Antworten abbrechen Your email address will not be published. An diesem Tag Beginn der Panik von Börsencrash in New York: Die New Yorker Goldverschwörung. Zum Wegbrechen der transatlantischen Kreditzuflüsse kam der Wertverlust der Kreditabsicherungen von Unternehmen, die diese z.

Dies wiederum hatte in der Realwirtschaft Massen insolvenzen zur Folge. Sie waren zwar auf Expansion ausgerichtet, aber durch niedrige Eigenkapitalquoten und geringe liquide Mittel schlecht dafür gerüstet. Hinzu kam die Instabilität des internationalen Kreditmarktes. Wichtigstes Kennzeichen hierfür war der einseitige Geld- und Kapitalstrom. Die Banken liehen diese kurzfristigen Gelder mitunter mit langen Laufzeiten aus. Somit war die Situation der Banken bereits vor der Weltwirtschaftskrise kritisch: Sollten die ausländischen Gläubiger ihr Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Banken verlieren und die kurzfristigen Kredite einmal nicht verlängern, drohte sofort ein empfindlicher Devisenmangel bis hin zur Illiquidität.

Zeitgenossen vermuteten, dahinter stünde die französische Regierung, die so den Plan einer deutsch-österreichischen Zollunion torpedieren wolle. Obwohl solche Manipulationen tatsächlich in der französischen Regierung diskutiert wurden, konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie für den Zusammenbruch der Creditanstalt, die am Mai ihre Zahlungsunfähigkeit erklärte, verantwortlich war.

Das bedeutete nicht nur für Österreich, sondern für ganz Mitteleuropa den Beginn einer Finanzkrise. Man befürchtete nun, dass diese Entwicklung auch auf Deutschland übergreifen würde. Das schien auf eine bevorstehende Zahlungsunfähigkeit des Reiches zu deuten und untergrub das Vertrauen der ausländischen Kreditgeber nachhaltig. Diese mussten am Juli ihre Zahlungen einstellen. Um die Bankenkrise zu überwinden, wurden die Banken für mehrere Tage geschlossen und der Kontrolle der Regierung unterstellt.

Kredite und Neuinvestitionen waren so über längere Zeit unmöglich. Zudem war im Juni zuvor das Hoover-Moratorium , das zur Wiederherstellung des Vertrauens alle politischen Schulden für ein Jahr stornierte, psychologisch verpufft, weil französische Vorbehalte wochenlange, schwierigste Verhandlungen nötig gemacht hatten.

Schon während der er Jahre hatte stets eine relativ hohe Arbeitslosenzahl von über einer Million bestanden. Die im Zuge der Kriegsfinanzierung aufgegebene, aber wiederhergestellte Bindung des britischen Pfunds an den Goldstandard zum Vorkriegskurs mochte darauf zielen, London als Weltfinanzplatz zu erneuern, [24] führte aber nicht zur Belebung der britischen Wirtschaft, in die wegen eines hohen Kreditzinsniveaus kaum investiert wurde. Von bis fiel der Wert britischer Exporte um rund 38 Prozent.

September wurde die Goldbindung des Pfundes aufgegeben, nachdem die Bank von England ihre Goldreserven zur Stützung der österreichischen Creditanstalt und in der Deutschen Bankenkrise eingesetzt hatte, um eine gesamteuropäische Bankenkrise abzuwenden.

Damit aber gewann die britische Exportwirtschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit zurück, wenn auch unter veränderten Weltmarktbedingungen. Frankreich, das ebenfalls zum Goldstandard zurückgekehrt war, [28] blieb von den Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise anfänglich verschont. Die Industrieproduktion war weit weniger als die britische auf ausländische Märkte angewiesen, der Agrarmarkt durch hohe Einfuhrzölle geschützt und der Franc in relativer Unterbewertung stabil.

Nun begann die Weltwirtschaftskrise auch in Frankreich: Die daraus resultierende Politik des knappen Geldes und der Deflation destabilisierte die Dritte Französische Republik unter dem Druck von Extremisten, während die gesellschaftliche Mittelschicht am stärksten vom wirtschaftlichen Niedergang betroffen war und sich radikalisierte.

Im Zeichen von Streiks und Wirtschaftslähmung wurden deutliche Lohnerhöhungen gewährt, die betriebliche Stellung der Gewerkschaften gestärkt und die wöchentliche Arbeitszeit von 48 auf 40 Stunden gesenkt. Angesichts einer zur gleichen Zeit im NS-Deutschland eingeführten Arbeitszeiterhöhung auf bis zu 54 Wochenstunden wurde die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Industrie damit erheblich geschwächt. Insgesamt erfuhr Frankreich in der Dekade von bis einen durchgreifenden Niedergang hinsichtlich wirtschaftlicher Schwächung und politischer Zerrüttung.

Die einzelnen Staaten reagierten je nach Art des Betroffenseins und entsprechend den politischen Leitvorstellungen unterschiedlich auf die Herausforderung.

Ausgehend von den skandinavischen Ländern begannen funktionierende Demokratien steuernd in das Marktgeschehen einzugreifen und Ansätze für einen Übergang zum Wohlfahrtsstaat zu entwickeln siehe etwa das nachmalige Schwedische Modell.

Roosevelt verstärkt New Deal , so auch durch wachstumsfördernde öffentliche Investitionen , die durch vermehrte Schuldenaufnahme finanziert wurden Deficit spending. Manche Weltgegenden waren andererseits zu dieser Zeit noch ohne weltwirtschaftliche Anbindung fast ganz auf sich gestellt — zum Beispiel Nepal und Regionen in Zentralafrika — und entsprechend wenig betroffen.

Im Übrigen fielen die Folgen der Weltwirtschaftskrise in der Peripherie wiederum unterschiedlich aus, wobei sich aber auch spezifische Gemeinsamkeiten zeigten. Die meisten Länder waren hauptsächlich, wenn nicht allein, durch ihre Agrarexporte in die Weltwirtschaft eingebunden und von den diesbezüglichen Erlösen abhängig, was ihre Importmöglichkeiten industrieller Erzeugnisse betraf.

Der Preisverfall für landwirtschaftliche Produkte war in der Weltwirtschaftskrise aber um einiges drastischer als der für Industrieprodukte. Für diejenigen Menschen an der weltwirtschaftlichen Peripherie, die in kolonialer Abhängigkeit lebten, wurde die Lage zudem dadurch erschwert, dass die koloniale Herrschaftselite in dieser Situation vor allem darauf bedacht war, die Hauptertragsquellen der Kolonialwirtschaft zu stützen, also Plantagen , Minengesellschaften und Handelsunternehmen.

Auch wo es um Mittel zur Finanzierung des kolonialen Verwaltungsapparats selbst ging, hielt man sich bei rückläufigen Steuereinnahmen nicht an die Unternehmen, sondern suchte sich durch höhere Besteuerung der Kolonialbevölkerung schadlos zu halten.

Für Pressler finden sich die bedeutendsten Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, was die sogenannte Peripherie betrifft, im Denken der Menschen. Denn in dieser Krise hätten sie begonnen, das Fehlen einer eigenen Industrie als Unterentwicklung zu begreifen.

Die seinerzeit erlebte dramatische Verschlechterung der Terms of Trade habe den Glauben an eine beiderseits vorteilhafte Arbeitsteilung zwischen industriellen Zentren einerseits sowie Agrar- und Rohstofflieferanten andererseits erschüttert.

Die Dekolonisierung Afrikas und Asiens habe während der er Jahre ihren Anfang genommen, auch wenn die Entlassung in die Unabhängigkeit sich erst nach einem längeren Zeitraum in der Folge des Zweiten Weltkriegs eingestellt habe. Bereits öffnete sich die Schere zwischen wachsender Produktionskapazität und sinkender Nachfrage deutlich.

Bis Mitte stagnierte die Produktion offenbar; die Arbeitslosigkeit stieg. Die Industrieproduktion halbierte sich bis und die Aktien verloren zwei Drittel ihres Wertes.

Im internationalen Vergleich ist unschwer zu erkennen, dass es in jedem Land einen anderen Kursverlauf gab. Diese Unterschiede hatten mehrere Ursachen. In Ländern, in denen viele Arbeitskräfte in der Landwirtschaft arbeiteten und die zusätzlich nur wenig exportorientiert waren, wirkte sich die Krise weniger stark aus. Mit der Industrieproduktion sank auch der Lebensstandard. Die Arbeitslosigkeit sank ab Mitte der er Jahre langsam. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland schien sich bis nicht von den Jahren zuvor zu unterscheiden.

Als diese Zahl wider Erwarten im Frühjahr nicht zurückging, hofften die Reichsregierung bis Erst als sich der geringe Rückgang Mitte nicht fortsetzte, wurde man sich der extremen Entwicklung der Krise vollends bewusst. Zu dieser Zeit lief Brünings Sparprogramm bereits auf vollen Touren. Im Februar erreichte die Krise auf dem Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt: Die verzweifelten Landarbeiter flüchteten in den Westen, wo sie unter menschenunwürdigen Zuständen ein Auskommen suchten. Ganz anders war die Situation in Japan.

Japan hatte zwar um eine ernste Rezession; diese wurde aber rasch bewältigt. Die Hyperinflation von hatte zwar den Wiederaufschwung der deutschen Industrie erleichtert, doch auch zu massiven Fehlinvestitionen geführt. Zwar erreichte die deutsche Industrieproduktion schon wieder ihren Vorkriegsstand, doch der Import überstieg bereits den Exportwert des Vorkriegsjahres: Deutschland hatte bis eine passive Handelsbilanz.

Während der Weltwirtschaftskrise sanken die Importe. Der wirtschaftliche Abschwung setzte in Deutschland Weimarer Republik bereits ein. Nach der Reichstagswahl wurden erneut Auslandskredite abgezogen. Die Reichsregierung ihrerseits betrachtete die Wirtschaftskrise als ein Ungleichgewicht des Staatshaushaltes. Die Reichsbank schritt ein, als die Deckung der Gold- und Devisenreserven des Geldumlaufs durch den Transfer der gekündigten Auslandskredite unter die gesetzlich festgelegte Prozent-Grenze fiel siehe Golddevisenstandard , die Erhöhungen des Leitzinses verschärften die Krise noch.

Dabei ging er von der Notwendigkeit aus, den Reichshaushalt ausgeglichen zu halten, da der Kapitalmarkt zur Finanzierung eines Defizits nicht zur Verfügung stand. In mehreren Notverordnungen wurden durch Kürzung von Löhnen und Gehältern im öffentlichen Dienst sowie durch Beendigung aller öffentlichen Bauvorhaben die Staatsausgaben gesenkt, durch Steuererhöhungen sollten die Einnahmen erhöht werden. Diese Austeritätspolitik verstärkte aber die Deflation und wirkte sich drosselnd auf die Konjunktur aus, sodass das angestrebte Ziel einer nachhaltigen Konsolidierung des Haushalts nicht erreicht wurde.

Im Dezember ging die Regierung zu einer aktiven Deflationspolitik über und senkte per Notverordnung alle Preise, Löhne und Mieten. Damit hoffte sie, den Export anzukurbeln und die Reinigungseffekte der Krise zu beschleunigen, sodass Deutschland als erstes Land die Depression überwinden würde. Diese Politik hatte keinen Erfolg: Die Leitzinsen blieben wegen der desolaten Devisensituation nach der Bankenkrise hoch, ebenso die Steuern: Auf Grund der im Rückblick offenkundigen Verfehltheit von Brünings Deflationspolitik vermutete die ältere Forschung, es sei sein primäres Ziel gewesen, durch absichtliche Verschärfung der Krise die Alliierten davon zu überzeugen, dass die Reparationsforderungen einfach nicht erfüllbar waren.

Zudem würde die Einstellung der Zahlungen die radikalen politischen Kräfte schwächen. Brüning steckte in einer Zwickmühle: Er musste den Reparationsgläubigern Deutschlands ehrlichen Willen nachweisen, den Young-Plan zu erfüllen, machte sich aber eben dadurch für die politische Rechte angreifbar, auf deren innenpolitische Unterstützung er gleichwohl hoffte.

So strebte er die Zollunion mit Österreich an, die aber, wie bereits erwähnt, wegen Frankreichs Widerstand den Zusammenbruch des Bankensystems einleitete.

Ob es realisierbare Alternativen zu Brünings Deflationspolitik und zur sparsamen Haushaltsführung gab, die die Krise nur verschärften, ist in der historischen Forschung sehr umstritten. Denkbar wären a eine Abkopplung der Reichsmark vom Golddevisenstandard gewesen, b eine Kreditausweitung oder c eine Erhöhung der Geldmenge z.

Gegen alle drei Optionen habe es, wie der Münchner Wirtschaftshistoriker Knut Borchardt nachzuweisen versuchte, wichtige Argumente gegeben: Auf Grund der zum Teil durch eigene Schuld verschlimmerten Vertrauenskrise hätten der Reichsregierung keine Kreditmöglichkeiten offengestanden: Dieselben Argumente hätten auch gegen einen Ausgleich des defizitären Haushalts mit Hilfe der Notenpresse gesprochen.

Die Kreditausweitung, die unter Brünings Nachfolgern eingeleitet wurde und die Hjalmar Schacht , Reichsbankpräsident von bis , dann in der Zeit des Nationalsozialismus massiv betrieb, war jedenfalls nur durch die ganz erheblichen Verschleierungsmechanismen der Mefo-Wechsel möglich. Sie erschien in den ersten Jahren wirtschaftspolitisch überaus erfolgreich: In keinem anderen Land gelang es, so rasch von der Depression in eine neue Prosperitätsphase zu gelangen und Vollbeschäftigung zu erreichen.

Der Nationalsozialismus hat zu keinem Zeitpunkt das Wohlstandsniveau der Weimarer Republik wiederherstellen können bzw. Die Massenarbeitslosigkeit wurde durch zwangsarbeitsähnliche Beschäftigungsverhältnisse substituiert. Die Stimmung der Wirtschaftsakteure besserte sich. Die bis dahin zunehmende Arbeitslosigkeit stoppte. Roosevelt setzte umfangreiche Wirtschafts- und Sozialreformen durch, die als New Deal bezeichnet wurden.

Die Weltwirtschaftskrise verursachte einige weltweit beobachtbare Reaktionen: Es besteht ein Konsens unter Historikern und Volkswirten, dass aus der initialen Rezession von keine Weltwirtschaftskrise geworden wäre, wenn die US Zentralbank die Kontraktion der Geldmenge verhindert und die Bankenkrise durch Zurverfügungstellung von Liquidität gelindert hätte.

Diese von Milton Friedman und Anna J. Die zeitgenössischen Erklärungsversuche, die Gegenteiliges empfahlen, sind folglich diskreditiert. Einige Länder hatten keine ausgeprägte Bankenkrise, wurden aber dennoch von Deflation, einem starken Rückgang der Industrieproduktion und einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit heimgesucht. Auf diese Länder ist die monetaristische Erklärung nicht ohne weiteres anwendbar.

Historiker und Volkswirte sind sich aber nahezu einig, dass in diesen Ländern der Goldstandard als Transmissionsmechanismus gewirkt hat, der die amerikanische und deutsche Deflation und Wirtschaftskrise auf die ganze Welt übertrug, indem er auch die Regierungen und Zentralbanken anderer Länder zu einer Deflationspolitik zwang.

Weiterhin besteht Konsens, dass die durch die Krise hervorgerufene protektionistische Handelspolitik die Weltwirtschaftskrise noch verschlimmert hat. Die zeitgenössischen Krisendeutungen der Österreichischen Schule, Joseph Schumpeters und die Unterkonsumptionstheorie haben seit Mitte der er Jahre keine Unterstützung mehr im Mainstream der Wirtschaftswissenschaftler und Historiker.

Sie wird eher von Historikern unterstützt, zumindest gegenwärtig gibt es hierfür keinen Konsens im wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream. Joseph Schumpeter sah die Weltwirtschaftskrise als historischen Unfall, in dem drei Konjunkturzyklen , der langfristige Kondratjew-Zyklus technischer Innovation, der mittelfristige Juglar-Zyklus und der kurzfristige Kitchin-Zyklus im Jahr gleichzeitig ihren Tiefststand erreichten.

Im Gegensatz zu den späteren keynesianischen und monetaristischen Erklärungen sahen Ökonomen der Österreichischen Schule die Expansion der Geldmenge in den er Jahren als Ursache, woraus eine Fehlallokation von Kapital entstanden sei. Staatliche Intervention jeglicher Art wurde für falsch gehalten, weil sie die Depression nur verlängern und vertiefen würde.

Der amerikanische Präsident Herbert Hoover , der dieser Theorie in der Weltwirtschaftskrise weitgehend folgte, beschwerte sich später in seinen Memoiren bitterlich über diese Empfehlungen. Bradford DeLong die Vertreter der Österreichischen Schule den prominentesten Fürsprechern der Liquidationsthese zuordnen und annehmen, dass diese die Politik von Präsident Hoover und der Federal Reserve im Sinne eines Nichtinterventionismus beeinflusst bzw.

Hayeks Forderung nach einer noch kontraktiveren Geldpolitik habe nicht speziell mit der Überinvestitionstheorie zusammengehangen, sondern mit seiner damaligen Hoffnung, dass die Deflation die Lohnrigidität brechen werde.

Im industriellen Sektor erhöhte sich die Produktivität sehr stark durch Übergang zur Massenproduktion Fordismus und durch neue Managementmethoden z. In den Goldenen er Jahren vornehmlich US aufgrund Zahlungsbilanzüberschuss als Gläubiger aus dem Ersten Weltkrieg kam es zu einer schnellen Expansion der Konsumgüter- und Investitionsgüterindustrie.

Da die Unternehmensgewinne deutlich schneller stiegen als die Löhne und Gehälter und gleichzeitig die Kreditkonditionen sehr günstig waren, bestand ein scheinbar günstiges Investitionsklima, das zu einer Überproduktion führte. Ebenso wie in der Industrie hatte sich in der Landwirtschaft die Produktivität drastisch erhöht. Gründe hierfür waren der erhöhte Einsatz von Maschinen Traktoren etc. Dies führte dazu, dass bereits in den er Jahren die Preise für landwirtschaftliche Produkte kontinuierlich fielen.

Dies habe die Wirtschaft krisenanfälliger gemacht. Aufgrund dessen kann es kurzfristig zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage kommen, was sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung auswirkt. Ein Ausgleich durch Lohnsenkungen war für Keynes eine zu riskante Lösung, da die Unternehmen in einer Wirtschaftskrise das ersparte Geld nicht investieren, sondern lieber liquide halten würden.

In diesem Fall würden Lohnsenkungen lediglich zu einer Reduzierung der Nachfrage führen. Zur Wiederherstellung des Equilibriums zwischen Angebot und Nachfrage empfahl er stattdessen eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge. Die Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes erklärte die Länge und Schwere der Depression damit, dass Investitionsentscheidungen nicht nur von den Kosten der Finanzierung Zinssatz , sondern auch von positiven Geschäftserwartungen abhängig sind.

Demnach kann eine Situation eintreten, in der die Unternehmer so pessimistisch sind, dass sie auch bei extrem niedrigen Zinsen nicht investieren Investitionsfalle. Die Unternehmen würden also nur so viele Mitarbeiter beschäftigen, wie zur Produktion der voraussichtlich absetzbaren Gütermenge benötigt werden. Entgegen neoklassischer Theorien kann sich ein Marktgleichgewicht somit auch unterhalb des Vollbeschäftigungsniveaus einpendeln Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung.

Dies ist die keynesianische Erklärung für die nach Ende der von bis andauernden Rezessionsphase bis zum Ende der er Jahre nur langsam sinkende Arbeitslosigkeit.

Eine Deflation ist laut Keynes deshalb besonders schädlich, weil Konsumenten und Unternehmen aufgrund der Beobachtung sinkender Löhne und Preise davon ausgingen, dass die Löhne und Preise noch weiter sinken würden.

Dies führte dazu, dass Konsum und Investitionen zurückgestellt würden. Normalerweise hätten niedrige Zinsen ein Investitionssignal gesetzt. Da die Menschen jedoch erwarteten, dass sich aufgrund sinkender Löhne und Profite die reale Schuldenlast mit der Zeit erhöht, verzichteten sie auf Konsum bzw. Keynes hatte genau wie Friedrich August von Hayek eine Wirtschaftskrise vorhergesehen.

Hayek hatte allerdings auf Basis der Theorie der Österreichischen Schule die er Jahre als eine Kredit- Inflationsperiode angesehen.

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Denn mit den darin für erlittene Kriegsschäden dem Deutschen Reich auferlegten Reparationen hoffte insbesondere Frankreich, auch die eigenen Kriegsschulden begleichen zu können. Eggertsson entgegen Milton Friedman durchaus auch eine positive Wirkung der moderat expansiven Fiskalpolitik Roosevelts, wenn auch überwiegend auf psychologischer Ebene.

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